Mobilizer, Stabilizer - Physio Devocko

Direkt zum Seiteninhalt
über mich > Stabilität
Die Beschwerdebeschreibungen stammen aus Links zu CRAFTA®, wickipedia, gesundpedia und anderen Websites. Diese Beschreibungen erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Sie dienen nur zur Orientierung. Geben sie für mehr Informationen im Suchfeld ihrer Suchmaschiene den Begriff ein. Sie finden viele Informationen.
Logo
Logo
Die Mobilizer
Die Muskeln, welche zu den Mobilizer zählen, sind lange Muskelanlagen, die meists mehrere Gelenke überziehen.
Die Stabilizer
Kurze, kompakte Muskeln, die meists nur ein Gelenk beeinflussen werden als Stabilizer bezeichnet. Die Anordnung der Stabilizer läßt aus biomechanischer Sicht kaum Bewegungsmöglichkeiten zu, sondern wirken meistens als gelenksstabilisierend. Sie ermöglichen es erst das zwei Knochen zueinander optimal koordiniert bewegen können.
Abweichung des stabilisierenden Muskelsystems führen zu Muskeldysbalancen, Abweichung der Körperlängsachse, aber auch in weiterer Folge zu Schmerzen in diesen Gelenken.

Die Wirbelsäule betreffend zeigen Studien, dass die kurzen, stabilisierenden Muskelgruppen der Lendenwirbelsäule stets als ersters aktivieren, bevor noch die Muskeln für die Bewegung anspannen (Richardson, Jull et al.).
Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass die Stabilizer an Kraftausdauer und Geschicklichkeit verlieren, sobald Schmerzen im Körper auftreten. Solange der Schmerzpegel anhält, adapiert der Schmerzpatient sein Bewegungsverhalten. Das bedeutet das die Stabilizer Kraft und Timing verlieren.
Verschwindet der Schmerz, bleibt eine Koordinationsschwäche der stabilisierenden Muskelgruppen übrig, welches über kurz oder lang wieder.zu neuen Beschwerden führt.
Für welche Beschwerden

Bei Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden, Beckenbodenschwäche mit oder ohne Inkontinenz  konzentrieren sich viele Therapieansätze ausschließlich auf die äußeren Muskeln, deren Hauptaufgaben aber Bewegung und die Erhaltung des Gleichgewichts sind.
Selbst der maximale Krafteinsatz dieser Muskeln aber führt zu keiner lokalen Stabilität. Genau diese Rückfälle gilt es, mithilfe der lokalen Gelenkstabilität zu verhindern, indem das lokale Muskelsystem Berücksichtigung findet. Im Mittelpunkt stehen hier jene kleinen, tief und gelenknah gelegenen Muskeln, die so gut wie keine Bewegungen erzeugen, sondern haltungsunabhängig in der Biomechanik arbeiten. Durch ihre Kokontraktion entsteht eine Art myofaciales Korsett (innerer Schlauch), mit dem die Gelenke stabilisiert werden.


Lokale Stabilität

Die Lokale Stabilität nach Richardson und Hamilton gehört zu den wenigen wissenschaftlich belegten Behandlungsmethoden zur Vorbeugung von wiederkehrenden Schmerzsyndromen an der Lenden- und Halswirbelsäule. Neuere Studien bestätigen die Wiederherstellung des lokalen Muskelsystems als wichtigen Baustein in dem multimodalen Therapiemodell für chronische Schmerzen.
Die globale Muskulatur ist strukturell lang, kräftig und liegt an der Oberfläche. Die tiefen oder lokalen Muskeln liegen gelenknah, sind kurz und sind wie ein inneres Korsett für die Wirbelsäule. Sie arbeiten ausdauernd  und stabilisierend. Studien zeigen dass mit Rückenschmerzen eine Fehlfunktion der lokalen Muskeln einhergeht.
In der Therapie erreicht man das durch bestimmte Übungen, die unter Anleitung erlernt werden und dann regelmässig vom Patienten in seinen Alltag integriert werden um die isolierte Ansteuerungsfähigkeit dieser tiefen Muskeln der Lendenwirbelsäule oder Halswirbelsäule zu erreichen.
Für die lokale Gelenkstabilität gibt es inzwischen mehrfach unabhängige wissenschaftliche randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), die einen soliden Beweis für die Effektivität der lokalen Übungsprogramme bei neuralen und muskuloskeletalen Beschwerden liefern.
Es handelt sich hier nicht um die großen Muskelgruppen der Bauch- und Rückenmuskulatur, die beim Fitnisstraining gestärkt werden. Dieses Training ist kein schweißtreibendes Fitness und deshalb für einen Patienten gut zu erlernen.
Behandlung

Die tiefen Muskeln verlieren ihre Funktion durch Schmerzen, Ruhigstellung oder Fehlhaltung.

Immer wieder auftretende Schmerzsyndrome können durch die Stabilisierung der Muskulatur vermindert und chronische Schmerzen deutlich verringert werden.

Durch Training sollen die lokalen Muskeln an der Wirbelsäule präzise und mit geringer Intensität gekräftigt werden. Dies erfordert Zeit, Ruhe, Konzentration. Die lokalen Stabilisatoren wirken optimal mit sehr geringer Intensität. Werden sie stärker belastet, kommt es zu einer Aktivierung der globalen Muskulatur.
Das Ziel besteht darin, über eine verbesserte Wahrnehmung und die Fähigkeit die gezielte Anspannung der lokalen Muskeln, die lokale Stabilität zu erhöhen.

Ziel ist es dieses Körpergefühl zu erlernen. Dazu sind bestimmte Übungen geeignet. Letztlich sollten Sie in verschiedenen Ausgangsstellungen die Spannung halten können.
Das Erlernen und die Behandlung ist schmerzfrei, es muss sogar schmerzfrei sein. Zu Ihrer Unterstützung verwende ich ein EMG das sofort eine globale Aktivität in Muskeln durch ein akustisches Signal meldet.

Die Elektromyografie (EMG) ist eine elektrophysiologische Methode, bei der die elektrische Muskelaktivität gemessen wird.

Ablauf wird mehrmals wiederholt.
©2018 PHYSIOTHERAPIE MARGARITA DEVOCKO
Line
Zurück zum Seiteninhalt