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Mobilisation des Nervensystems - Physio Devocko Team

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Physiotherapie
manuelle Therapie

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Das Nervensystem durchzieht den gesamten Körper und verbindet selbst die entferntesten Regionen mit dem Gehirn. Damit Nerven störungsfrei funktionieren können, müssen sie – ähnlich wie andere Gewebearten – beweglich, elastisch und gleitfähig sein.
Bei Bewegungen von Armen, Beinen oder der Wirbelsäule müssen Nerven Gleitwege von bis zu 15 cm zurücklegen. Im Gegensatz zu Muskeln besitzen Nerven jedoch eine deutlich geringere Dehnungsfähigkeit. Werden diese Gleitwege durch Verletzungen, Entzündungen oder äußere Einengungen eingeschränkt, kann dies zu Schmerzen und Funktionsstörungen führen.

Kommt es zu erhöhten Spannungen oder eingeschränkter Beweglichkeit neuraler Strukturen, reagiert das Nervensystem empfindlich.
Typische Folgen sind:
• Schmerzen
• Missempfindungen
• Bewegungseinschränkungen
• Kraftverlust
Wissenschaftliche Studien zeigen eindeutig, dass Nerven bewegliche Strukturen sind, die sich gezielt gegenüber umliegenden Geweben mobilisieren lassen. Genau hier setzt die Mobilisation des Nervensystems an.

Die Mobilisation neuraler Strukturen – auch bekannt als NOI-Konzept (Neuro Orthopaedic Institute) – kombiniert moderne Schmerzforschung mit klinischer Erfahrung.
Ziel ist es:
• Schmerzmechanismen zu erkennen und zu klassifizieren
• die Beweglichkeit und Elastizität des Nervengewebes zu verbessern
• das Gleitverhalten der Nerven wiederherzustellen
• Schmerzen zu reduzieren oder vollständig zu beseitigen
Dies geschieht durch:
• spezifische manuelle Techniken
• die Behandlung umliegender Strukturen (Muskeln, Faszien, Gelenke)
• ein individuell abgestimmtes Selbstübungsprogramm

Nervenschädigungen können sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Die Symptome hängen davon ab, welcher Teil des Nervensystems betroffen ist – zentral oder peripher – und welche Art von Nerven geschädigt wurde.
Typische Schmerzqualitäten
• brennend
• stechend
• elektrisierend
• kribbelnd („Ameisenlaufen“)
• anhaltend oder plötzlich einschießend
Oft beginnen die Beschwerden in Händen oder Füßen und können mit vermindertem Tast- und Fühlsinn einhergehen.

1. Somatische Nervenschädigungen (Sinnesnerven)
Diese Nerven leiten Empfindungen wie Berührung, Temperatur oder Schmerz weiter.
Typische Symptome:
• Kribbeln, Brennen
• Taubheitsgefühle
• vermindertes Tastempfinden
• „Ameisenlaufen“
• gestörtes Schmerzempfinden
2. Motorische Nervenschädigungen (Bewegungsnerven)
Motorische Nerven steuern die Muskulatur. Werden sie geschädigt, kann der betroffene Muskel nicht mehr ausreichend versorgt werden.
Mögliche Folgen:
• Muskelschwäche
• Kraftverlust
• Muskelkrämpfe
• Lähmungen
• Muskelschwund
• eingeschränkte Bewegungsabläufe
3. Vegetative Nervenschädigungen (autonomes Nervensystem)
Das vegetative Nervensystem steuert unbewusste Körperfunktionen.
Typische Symptome:
• Blasenfunktionsstörungen
• Verdauungsprobleme
• Schlafstörungen
• Schweißausbrüche

Durch gezielte Mobilisationstechniken und ein individuell angepasstes Übungsprogramm kann die Beweglichkeit des Nervensystems verbessert werden. Dadurch lassen sich Schmerzen reduzieren, die Funktion wiederherstellen und die Lebensqualität deutlich steigern.
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